1 August 2012 - 19:30

In Tunesien soll Gotteslästerung unter Strafe gestellt werden.

Dazu hat die größte Regierungspartei Ennahda einen Gesetzentwurf vorgelegt. Das sagte einer der Abgeordneten in der Verfassungsgebenden Versammlung im tunesischen Radio. Demnach soll unter anderem die Beleidigung von Gott und dem Propheten Mohammed unter Strafe gestellt werden.Das soll auch für die Schändung von Moscheen, Kirchen oder Synagogen gelten. Dem Abgeordneten zufolge ist in dem Entwurf eine Gefängnisstrafe von maximal zwei Jahren vorgesehen.Die islamische Ennahda hat in der Verfassungsgebenden Versammlung die meisten Sitze und bildet mit zwei säkularen Parteien eine Koalition. Unter der Herrschaft des vor über einem Jahr gestürzten Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali war die Ennahda verboten.